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Geschichte

Geschichte der Gemeinde Gontenschwil

Blick ins DorfIn einem Schutzbrief des Kaisers Barbarossa taucht der Name des Dorfes erstmals im Jahre 1173 nachgewiesenermassen auf. Darin ist die Rede von einem Hof zu Gundoltswilre. In der späteren Zeit erhielt diese Bezeichnung Abwandlungen bis zum heutigen Gontenschwil. Alle deuten jedoch auf diesen Hof eines Gundold hin.

Über Jahrhunderte hinweg bildeten die Landwirtschaft und das Handwerk die Haupterwerbszweige der Bevölkerung. Im 18. Jahrhundert hielt die Kleinindustrie im „Dorf hinter der Egg“ Einzug. Die Baumwollweberei brachte als Nebenbeschäftigung während einer gewissen Zeitspanne mehr Wohlstand in manchen Haushalt. Dies schlug mit dem Aufkommen der mechanischen Webstühle ins Gegenteil um. Viele Bewohner wurden aus wirtschaftlichen Gründen zur Auswanderung gezwungen.

Heuwagen auf dem FeldVor rund 150 Jahren fasste in Gontenschwil, wie im übrigen Oberwynen- und Seetal, die Zigarrenindustrie Fuss. Zahlreiche Kleinbetriebe und grössere Filialen ortsfremder Unternehmen vermittelten vor allem auch Heimarbeit – der Gemeinde jedoch nicht entscheidende Zusatzeinnahmen an Steuern.

Die stillgelegte Lochmühle im Hinterdorf wurde zur Geburtsstätte der Aluminiumindustrie in unserer Region. 1904 entstand aus den kleinen Anfängen damals die Leichtmetall-Giesserei, welche fast ein halbes Jahrhundert lang eine dominierende Rolle für die Beschäftigung der Dorfbewohner bildete.

Mädchen in weissen KleidernIn den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg entstand in der Nähe des Bahnhofs ein kontinuierlich wachsendes Industriegebiet. Zuerst siedelte sich dort eine Waschmaschinenfabrik an, dann eine Radiatorenfabrik, eine Schaumstofffabrik und eine Druckerei. Grössenmässig wurden alle von der Reemtsma Cigaretten AG (heute Neogard AG) überragt. Weitere Kleinbetriebe diverser Branchen blühten im Dorf auf und schufen neue Arbeitsplätze.

Erstmals erhielt die Gemeinde 1966 eine kommunale Wasserversorgung, die stetig erweitert wurde. Schrittweise wurden im lang gezogenen Dorf die Strassen ausgebaut und teils mit Trottoiers versehen. 1978 nahm die Kläranlage, welche als Gemeinschaftswerk mit der Nachbargemeinde Zetzwil realisiert wurde, ihren Betrieb auf. 

Gemeindewappen

Wappen von GontenschwilIm Jahre 1777 tauchte erstmals ein Gontenschwiler Wappen mit einer Tanne auf. Ab 1826 erschien dieses begleitet von den beiden Herzen links und rechts der Tanne. Über die Bedeutung der beiden zusätzlichen Symbole liegt keine Überlieferung vor. Wahrscheinlich kamen sie zur Unterscheidung von anderen Gemeindewappen hinzu, die ebenfalls eine Tanne im Wappen tragen. Die Tanne scheint auf den Waldreichtum der Gemeinde hinzuweisen. Er bildete für frühere Generationen der Ortsbürger einen besonderen Stolz, als noch der Bürgernutzen die Haushaltungsbudgets aufzubessern vermochte. Im Laufe der Jahrzehnte wechselten sich die Darstellungsformen ab. Heute kommt nach der stilisierten Grafik wieder eine naturnahe Form zum Zug und die Tanne steht auf einer ebenen Fläche statt auf deinem Dreiberg. Zudem hat der Wappen-Hintergrund von gelb auf weiss gewechselt.