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Naturschutz

Ambrosia

Die Pflanze Ambrosia artemisiifolia L., aufrechtes Traubenkraut, ist eine bekämpfungspflichtige Pflanze. Die Samen der aus Nordamerika stammenden Pflanze wurden vorwiegend als Bestandteile von Vogel- und Kleintierfutter in die Schweiz eingeschleppt. Sie tritt im Kanton Aargau vorab in Hausgärten, entlang von Strassen sowie auf Ruderalflächen auf. Vereinzelt wurde sie auch bereits in Landwirtschaftskulturen gefunden. Ambrosiapollen verursachen Allergien und können insbesondere für Personen mit Asthma gefährlich sein. Mit verschiedenen Massnahmen soll in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung versucht werden, die weitere Vermehrung der Pflanze zu verhindern und die Bestände zu verkleinern. Anhand eines Merkblattes (Link) kann die Amborisa-Pflanze identifiziert werden. Sollten Sie kleine Ambrosiapopulationen im eigenen Garten festgestellt haben, reissen Sie die Ambrosiapflanzen wenn möglich vor der Blüte aus und entsorgen Sie diese bitte mit dem Hauskehricht. Die Entsorgung über die Grünabfuhr verlagert das Problem lediglich in andere Gärten, da die Samen der Ambrosia-Pflanze sehr widerstandsfähig sind. Den Standort melden Sie bitte dem Ambrosia-Verantwortlichen Robert Hofer 062 777 44 44 oder beim Bauamt 079 136 18 70.

Merkblatt ,,Ambrosia erkennen'' [pdf, 666 KB]

Weitere Informationen können auf der Homepage des Landwirtschaftlichen Zentrums Liebegg entnommen werden: www.liebegg.ch



Feuerbrand

Der Feuerbrand ist eine hochansteckende, gemeingefährliche und meldepflichtige Bakterienkrankheit, die vor allem an Kernobstanlagen zu grossen Schäden führen kann. Sie befällt auch eine ganze Anzahl von Zier- und Wildpflanzen (Beispiele: Cotoneaster, Glanzmispel und Stranvaesia) in hohem Masse. Die befallenen Pflanzen zeigen Welkeerscheinungen und die betroffenen Blüten- und Blattteile verfärben sich braun-schwarz . Sie kann innerhalb einer Vegetationsperiode absterben. Die Übertragung erfolgt durch Bakterienschleim, der auf vielfältige Weise, insbesondere durch Insekten und Vögel, sehr rasch und sehr weit verbreitet wird. Wenn genügend Infektionsmaterial vorhanden ist und während der Blüte für den Erreger günstige Witterung herrscht, kommt es zu einer extremen Ausbreitung der Krankheit. Es ist daher wichtig, dass befallene Pflanzen umgehend dem Feuerbrandverantwortlichen Robert Hofer 062 777 44 44 oder beim Bauamt 079 136 18 70 gemeldet werden.

Weitere Informationen können auf der Homepage des Landwirtschaftlichen Zentrums Liebegg entnommen werden: www.liebegg.ch



Neophyten

Neophyten sind gebietsfremde Pflanzen. Die meisten gebietsfremden Pflanzen sind eine Bereicherung und gefährden weder Mensch noch Natur. Bei einem Teil von ihnen handelt es sich jedoch um invasive Neophyten. Durch sie wird die einheimische Artenvielfalt gefährdet. Zudem verursachen sie gesundheitliche Probleme, Schäden an der Infrastruktur oder Einbussen in der Land- und Forstwirtschaft.

Neophytensäcke

Um die Verbreitung der invasiven Neophyten zu verhindern, ist die korrekte Entsorgung wichtig. Die Neophytensäcke können kostenlos bei der Gemeindeverwaltung bezogen und an den gleichen Orten, wie für die Abholung des Hauskehrichts, deponiert werden.

Helfen Sie mit, invasive Neophyten auf unserem Gemeindegebiet aktiv und gezielt zu bekämpfen und halten Sie Ihren Garten frei von Sommerfliedern, einjährigem Berufkraut, Goldrute und weiteren invasiven Neophyten!

Zu den Neophyten erhalten auf folgenden Webseiten weitere Informationen:



Programm Labiola

Das Programm Landwirtschaft – Biodiversität – Landschaft (Labiola), das Nachfolgeprogramm von Bewirtschaftungsverträge Naturnahe Landwirtschaft (BeVe), fördert Leistungen in den Bereichen Biodiversität und Landschaft. Der Kanton schliesst dazu mit Landwirtinnen und Landwirten auf freiwilliger Basis Bewirtschaftungsverträge ab. Die darin vereinbarten Pflege- und Aufwertungsmassnahmen sowie deren finanzielle Abgeltung stützen auf das Gesetz und auf die Entwicklungsleitbilder von Bund und Kanton. Die Massnahmen sind produktions-freundlich ausgestaltet, so dass sie optimal in die Produktionsabläufe der Landwirtschaftsbetriebe integriert werden können. Die beiden Teilbereiche Biodiversität und Landschaftsqualität können einzeln oder kombiniert umgesetzt werden.

www.ag.ch



Projekt Natur findet Stadt

Die Gemeinde Gontenschwil ist aktiv beim Projekt "Natur findet Stadt" beteiligt. Beim Schulhaus Gontenschwil wurde 2021 eine grössere ökologische Aufwertung realisiert (Ruderalfläche, Blumenwiese). Zusätzlich wurde das Land dem Natur- und Vogelschutzverein Gontenschwil für den Bau eines Kleinstrukturen-Lehrpfad zur Verfügung gestellt. Diese ökologisch aufgewertete Fläche mitten im Dorf bietet viele gute Beispiele für einen lebendigen, naturnahen Garten. Ab 2022 können sich die Einwohner/innen von Gontenschwil für Gartenberatungen anmelden.

Weitere Informationen können auf der Homepage von "Natur findet Stadt" entnommen werden: www.naturfindetstadt.ch